BUFUS-Info ist eine Zeitschrift, die sich mit allen Belangen des aquatischen Lebensraumes auseinandersetzt.

 

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Impressum:
Für den Inhalt verantwortlich, Verleger und Herausgeber:
Dr. Robert A. Patzner

 

Adresse der Redaktion:
Dr. Robert A. Patzner
Organismische Biologie
Hellbrunnerstrasse 34
A-5020 Salzburg


Mail: robert.patzner@sbg.ac.at

 

BUFUS-Info ist ein Teil des „Seminar Report“ ISSN 0256-4173, der am Institut für Zoologie an der Universität Salzburg erschienen ist.

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Meeresbiologische Institutionen auf Curaçao

Sylvia M. I. Hartl
Organismische Biologie, Universität Salzburg, Hellbrunnerstr. 34, A-5020 Salzburg
Sylvia.Hartl@gmx.net


Curaçao Sea Aquarium

Das Curaçao Sea Aquarium befindet sich in Privatbesitz und wurde im Dezember 1984 eröffnet. Der Aquarienkomplex liegt an einem exponierten Kap, das sich, obwohl auf der Leeseite der Insel situiert, durch mäßige bis starke Strömungen und manchmal relativ hohe Wellen auszeichnet. Dieser Platz wurde ausgewählt, um die Zufuhr von unverschmutztem Salzwasser für das „offene System“ der Aquarien zu gewährleisten und den Vorteil der Strömung zu nutzen. Das Meerwasser wird, ohne gefiltert zu werden, durch ein Rohr, das 30 m lang ist und sich in einer Tiefe von 3 m befindet, in die Aquarien gepumpt. Durch ein kleineres Rohr, das den gesamten Komplex umfasst, wird frisches Wasser mit Druck durch einen mit Löchern versehenen PVC-Schlauch in die dadurch voneinander unabhängigen Becken geleitet. Auf diese einfache Art und Weise entsteht eine dauerhafte Strömung in den Aquarien. Das Wasser in den Becken wird dann im Überlauf gesammelt, strömt zu den „indoor pools“ mit den Ammenhaien und Stachelrochen und fließt dann wieder zurück in den Atlantik. Somit haben alle Aquarien eine Temperatur von 27° C, eine Salinität von 3,5 % und mehr oder weniger das gleiche, natürliche Plankton wie im Meer. Alle Becken haben einen Kiesbodenfilter, einen „falschen“ Boden, so dass das Wasser auch unter dem Sand zirkulieren kann. Die „Einrichtung“ der Becken besteht aus Korallen und Steinen, die regelmäßig dem Meer entnommen werden und auf denen sich daher Organismen, wie Algen, Crustacaen, Würmer, Röhrenwürmer, Schwämme und Bakterien befinden. Aus diesem Grund kann im Curaçao Sea Aquarium nicht nur eine Vielfalt von einheimischen Fischen, sondern auch eine Fülle weiterer mariner Lebewesen gezeigt werden.

Link zum Sea Aquarium --> HIER


Das Sea-Aquarium aus der Luft.
Foto: Curacao-Sea-Aquarium ©

Caribbean Marine Biological Institute

Die CARMABI-Stiftung wurde 1955 als marinbiologisches Institut auf der Karibikinsel Curaçao, die zu den Niederländischen Antillen gehört, gegründet und wurde anfänglich nur durch niederländische Entwicklungsmittel finanziert. Nun finanziert sich das Institut, sowohl durch Mittel der örtlichen Regierung, als auch durch Zuschüsse der Hauptregierung. In den Anfangszeiten war die Forschung hauptsächlich auf die Fischereiwirtschaft und Aquakultur beschränkt. Es wurde mit Hummern, Meereschildkröten, Garnelen, Tilalpien, Meerbarben und Salienenkrebsen experimentiert. Erst in den 70´er Jahren rückten die Belange der Ökologie und die des Schutzes der karibischen Korallenriffe in den Mittelpunkt des Forschungs-Interesses. Seit 1983 beschäftigt sich das Institut nicht nur mit mariner, sondern auch terrestrischer und geologischer Feldforschung. Heutzutage übt die Stiftung eine regierungsberatende Funktion aus, ist für die Umwelterziehung und dem Management natürlicher Ressourcen auf der Insel zuständig. Die Stiftung unterstützt auch internationale Gastwissenschaftler bei Forschungs-Projekten auf der Insel. Das CARMABI-Institut arbeitet eng mit dem niederländischen Institut für Meeresforschung (N.I.O.Z.) und der Universität Amsterdam zusammen.

Link zur CARMABI-Stiftung --> HIER

Logo CARMABI-Institut

Meine Dissertation

2005 war ich für mehrere Monate in Curacao (Niederländische Antillen, Karibik) zur Feldforschung an der Reproduktions-Biologie von Schleimfischen (Clinidae) für meine Dissertation. Dazu wurden Spermien von Fischen der Niederländischen Antillen mit benthischer Eiablage gesammelt und für die Elektronenmikroskopie fixiert. Ziel ist eine vergleichende Studie der Spermien-Feinstruktur. Gleichzeitig arbeitete ich am Curacao Sea Aquarium im Education Department (meeresbiologische Einführungskurse).