Biologische Unterwasser-Forschungsgruppe der Universität Salzburg


BUFUS 

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bufus-Info 28/2002

Tropenexkursion der Universität Salzburg
nach Papua Neu Guinea

 Pierre Madl & Maricela Yip 

Universität Salzburg. pierre.madl@sbg.ac.at, maricela.yip@sbg.ac.at

 

Unser Überleben auf diesem Planeten ist durch selbstgemachte Umweltprobleme ernsthaft in Frage gestellt. Globale Klimaänderung, Landerosion, Bodenabnutzung und die Verunreinigung der Biosphäre sind einige der Errungenschaften des modernen (materiellen) Menschen. Doch die weitreichendste davon stellt lässt die vorangegangenen unbedeutend erscheinen - der irreversible Verlust an Biodiversität. 

In dieser Hinsicht war der zweiwöchige Exkurs in die Milne Bay Provinz (PNG) ein hinreißendes, atemberaubendes Ereignis, das keinen unserer Mitreisenden unberührt ließ. PNG ist glücklicherweise kaum bis gar nicht erschlossen. Demzufolge sind die natürlichen Schönheiten noch so zu bewundern wie sie wohl einst überall anzutreffen waren bevor die Kolonialisierung begann. 

Um die unermessliche Artenvielfalt in dem so dünn besiedelten Gebiet einigermaßen erfassen zu können, bedurfte es einer Aufteilung in Arbeitsgruppen. Dieser Berichtteil befasst sich mit Hartkorallen (Scleractinia) mit einem kleinen Exkurs in die Schwammfauna. 

Auch wenn es ein wenig sentimental klingt und immer noch Emotionen durchsickern, so kam ein jeder Tauchgang einem Versinken in eine andere Welt gleich - ja man vergaß zuweilen fast zu atmen. Trotz des verträumten Blickes durch die Brille in der man all zu gerne vergisst dass dieser Ausflug auch mit Arbeit verbunden ist, wurde uns immer wieder klar dass die Geräte unter Wasser (die uns ein wenig schwerfällig machten) für einen anderen Zweck mitgezerrt wurden. 

Ausgerüstet mit Fotoapparat, kleineren Messutensilien, Bildtafeln und Unterwasser-Schreibtafeln, brachte uns die Marlin-I an die versteckten Schönheiten der dortigen Riffe. Um die vielen Lebensräume und die darin vorkommenden Arten doch einigermaßen beschreiben zu können, mussten wir neben Handskizzen und Fotos Fragmente der zu untersuchenden Fauna mitbringen. Kleinere Bruchstücke und abgestorbene Skeletteile von Korallen halfen uns bei der Identifikationen. Nachdem eine derartige Vorgangsweise bei Schwämmen nicht durchführbar war, begnügten wir uns hierbei mit der fotografischen Identifikation der wichtigsten Arten.  

Um das Verständnis zu erhöhen, wurden die Abende an Bord dazu genutzt, um in Gesprächsrunden und Diskussionen die Verbreitungsökologie, Lebenszyklen, morphologische Merkmale, Strukturen und Lebensgewohnheiten einiger Großgruppen oder einzelner Arten zu vertiefen.  

Auch wenn zwei Wochen für eine weitreichende Analyse des marinen Faunenbestandes nicht reichten, so hat sich doch für jeden von uns gezeigt, wie wichtig es für unser eigenes Überleben und im speziellen unserer nachfolgenden Generationen ist, die Artendiversität, die prägenden abiotischen Faktoren und die Interaktion der Arten in ihrer Gemeinschaft zu studieren. 

Wir hoffen dieser kurze Abriss regt an, ein wenig mehr darüber zu erfahren und laden daher herzlich ein, per Mausklick durch in die virtuelle marine Welt Papuas einzutauchen:

http://biophysics.sbg.ac.at/png/png1.htm

Unterwasserfotos zum Thema von Robert A. Patzner:

  Fische

  Wirbellose 

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